Antwort unseres Ordinariates auf eine Mailanfrage zur Flüchtlingsthematik

In einem Schreiben vom Dezember 2014 hat unser Bischof die Gemeinden gebeten, geeignete gemeindliche Immobilien für die Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung zu stellen. Nach unserer Kenntnis gibt es inzwischen entsprechende Initiativen in Radebeul, Zwönitz, Schwarzenberg und Leipzig-Schönefeld. Eine Übersicht über die Immobilien der Pfarreien besteht im Ordinariat.  Allerdings ist der aktuelle Belegungsstand in der Regel nicht bekannt, da dies in die Zuständigkeit der Pfarreien fällt.

 

Bereits Anfang des Jahres 2014 hatte die Caritas im Auftrag des Bischofs auf eine entsprechende Anfrage der Landeshauptstadt Dresden die Situation in der Stadt erhoben und hierbei auch die caritative Rechtsträger wie den Ortscaritasverband, das St. Joseph Stift und das Christliche Sozialwerk einbezogen. Anders als im Bistum Berlin, wo die Caritas ein leer stehendes Altenheim und Teile des Sankt Hedwig Krankenhauses zur Verfügung stellen konnte, gab es in Dresden keine geeigneten Immobilien. Zwischenzeitlich erfolgten Prüfungen in Radeberg, eine der Gemeinde gehörende ehemalige katholische Schule, die allerdings an einen Verein verpachtet wurde, für die Aufnahme von Flüchtlingen zu nutzen. Häufig entstehen Probleme bei der Absicherung des Brandschutzes und bei der kurzfristigen bautechnischen Umstellung für die Bedürfnisse der zukünftigen Bewohner, zum Beispiel Sanitäranlagen in einer Schule, die nicht für Wohnzwecke errichtet wurde. Hier sind Abstimmungen mit den Landkreisen und kreisfreien Städten nötig, die die Letztverantwortung für die Unterbringung der Flüchtlinge haben.

Darüber hinaus ist es erfreulich, dass es sowohl in den Dresdner Pfarreien wie auch im Bistum eine Reihe von Initiativen für die Aufnahme von Flüchtlingen gibt. Ehrenamtliche übernehmen Patenschaften und Betreuungsdienste. Die Ortscaritasverbände leisten Beratung und Begleitung. Die Diözesancaritasverband unterstützt die Arbeit mit Fortbildungen und inhaltlichen Materialien. Das Bistum hat insgesamt 100.000 € zur Verfügung gestellt, um Flüchtlingen in Notfällen, zum Beispiel bei der Ersterstattung mit Winterkleidung, zu unterstützen. Es ist gut, wenn sich weitere Menschen für eine gute Aufnahme der Asyl suchenden engagieren.